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Ein schöner Samstagvormittag an der Duisburger Feuerwache 8
Am 9. April 2011 um 9Uhr haben wir die Feuerwache 8 der Duisburger Feuerwehr besucht. Anlass dazu war die Besonderheit, dass diese Wache eine Hafenwache ist und wir uns über die vorhandenen Löschboote informieren wollten. Desweiteren hatten wir Fragen zu den Aufgaben- und Einsatzgebiet der Wache sowie der Boote und wollten Eindrücke über die dortigen Tätigkeiten gewinnen.
Der Standort der Wache 8 ist der Duisburger Stadtteil Ruhrort. Von dort aus sind die Einsatzkräfte für den größten Binnenhafen Europas zuständig. Insgesamt gehören vier Kameraden zur Wachmannschaft, denen zwei Feuerlöschboote, ein Schnellboot und ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 28/40 zur Verfügung stehen. Um die Löschboote auf dem Rhein in Betrieb nehmen zu dürfen, benötigt der Löschbootführer das Rhein- und Binnenschifffahrtspatent. Eine effektive Ausbildung dauert bis zu acht Jahre.
Alarmiert wird die Hafenwachmeiste zu Havarien, Leckagen, Umweltschutzeinsätzen, Personenrettung aus dem Wasser und zu Brückenspringern. Zum Einsatz kommt das Löschboot Boot nicht nur in Duisburg. Im Rahmen der Übeerörtlichen Hilfe werden die Feuerwehren Krefeld, Wesel und Düsseldorf zusätzlich zu deren Löschbooten, durch das Duisburger Löschboot unterstützt. Mit dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug werden kleinere Einsätze in der Nähe der Hafenwache wie z.B. eine brennende Mülltonne Eigenständig abgearbeitet. Zu Wasser rücken die Männer mit dem Löschboot Duisburg 1, oder zwei Mann mit dem Schnellboot oder zu Lande mit dem drei Mann besetzten Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug aus. In diesem Fall bleibt der vierte Mann am Standort und nimmt im Einsatzfall das Löschboot in Betrieb, während die andere Wachbesatzung an der Einsatzstelle ausgelöst wird und zurück zum Anlieger fährt.
Das stadteigene Löschboot, Feuerlöschboot Duisburg 1, wurde 1973 gebaut. Mit einer Länge von 31,25 Metern, einer Breite von 7,50 Metern und einem Gewicht von 150 Tonnen zählt es zu den größten Löschbooten in Deutschland. Zur Ausstattung gehören drei Wasserwerfer, zwei Schnellangriffe, drei Kreiselpumpen mit einer Leistung von je 6.000 Liter pro Minute, 10 Tauchpumpen mit einer Leistung von 800 l - 6000 l/min und 20.000 Liter Schaummittel. Im Heck befindet sich ein 55 km/h schnelles Beiboot, das unteranderem zum Notarzttransport oder der Personenrettung dienen kann, falls das Schnellboot in einem anderen Einsatz gebunden ist. Eigentlich ist dieses Beiboot Vorschrift in der Schifffahrt, da ab einer bestimmten Schiffsgröße, ein Rettungsboot für die Besatzung vorhanden sein muss. Besonderheiten an dem Löschboot Duisburg 1 sind das Steuerhaus, das auf eine Höhe von 8,50 Meter ausgefahren werden kann, um bei Bränden eine bessere Sicht zu haben oder um mit den Monitoren, die sich am Steuerhaus befinden, eine bessere Löschwirkung zu erzielen dazu kann bei Hochwasser das Steuerhaus auch eingefahren werden. Somit kann ohne Einschränkungen im Einsatzdienst gefahren werden. Desweiteren befinden sich an Steuer- und Backbord je acht Schaumrohre um einen Schaumteppich auf der Wasseroberfläche aufbringen zu können.
Das ältere Boot, das 1963 gebaute wurde, gehört dem Land Nordrhein-Westfalen, es wird allerdings nicht mehr eingesetzt. Da die Kosten vom Land Nordrhein Westfalen nicht mehr übernommen werden können und die Kosten für die Instandsetzung und die Betriebskosten für die Stadt Duisburg zu hoch wären.
Gegen Mittag endete die intensive Besichtigung, mit einem Gruppenfoto auf dem Löschboot.
Anschließend wurde, um nicht nur den Wissenshunger gestillt zuhaben, eine Imbissbude gesucht. Kurz gesucht, dann schnell gefunden und die Mittagsmalzeit wurde bei der Fernsehprominenz von Kabel 1 zu sich genommen. Zufällig trafen wir auf das Team Schwarz von „Jumbos Würstchenmillionär“, das uns unter dem Motto ‘‘iss doch Wurscht!‘‘, uns einige Currywürste zubereitete.
Gestärkt fuhren wir zurück in die Heimat und blickten auf einen schönen Samstagvormittag zurück.

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